Gedanken: Fremdenhass

Flüchtlinge und Fremdenfeindlichkeit

  Für gewöhnlich halte ich mich aus politischen Themen raus, weil ich mit der Betreuung meines Sohnes (2) nur sehr wenig dazu komme, etwas aus der Richtung zu verfolgen. Daher möchte ich in diesem Text auch eher auf den menschlichen, mitfühlenden Aspekt eingehen...   Da sind bereits so viele Flüchtlinge in Europa angekommen - nicht nur in Deutschland. Und es kommen immer noch mehr. Bei der Masse an Menschen können unsere Länder ihnen nur minderwertige Unterkünfte anbieten. Sie landen teils in Zeltlagern, wo sie auf unbestimmte Zeit ausharren müssen. Für einen Schlafplatz, Kleidung und Nahrung ist zwar gesorgt, aber es ist für unsere Verhältnisse kein anständiges Leben.   Ich will nichts hören von denen, die Smartphones und sonstiges Zeug spendiert bekommen oder von denen, die rumpöbeln oder gar handgreiflich werden! Es geht mir um jene Menschen, die tatsächlich so vieles auf sich genommen haben um herzukommen und jetzt vor einem großen Nichts stehen.   Leute, hört endlich auf zu verallgemeinern! Dass jener, der sich nachts im Park die Schnappsflasche hinter die Binde kippt und dann gegenüber anderen aggressiv wird, in keinster Weise mit denen zu vergleichen ist, die wie Du und ich lieber zu Hause bleiben oder mit Freunden auf Achse gehen würden, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Treten aber solche negativen Fälle auf, tönen schon wieder rassistische Kommentare durch's Netz... Dabei baut manch Deutscher mindestens genauso viel Scheiße!   Was ich auch immer wieder aufschnappe ist der Spruch, dass wir Deutschen damals ja diesen einen großen Fehler gemacht haben, jemandem hörig zu sein, der eigentlich in eine Anstalt gehört hätte, und nun müssten wir uns immer wieder klein machen, wenn es um Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus geht... Wer so denkt, hat meiner Meinung nach einen beschränkten Horizont.   Geht es hier nicht viel mehr um Verständnis, Mitgefühl, Rücksicht und Respekt?! (Und kommt mir bloß nicht mit dem Spruch, dass man sich Respekt erst verdienen müsse!) Ich für meinen Teil fühle mich jedenfalls nicht klein, wenn ich für jemanden eintrete, der irgendwie anders ist als ich. Ich fühle mich dann groß, weil ich ganz genau weiß, dass ich das Richtige tue! Das hat etwas mit Zivilcourage und Rückgrat zu tun - hab ich jedenfalls mal in der Schule gelernt. Ich weiß ja nicht, ob andere da geschlafen oder am Handheld gezockt haben... Das scheint oft so.   Alles, was ich hiermit ausdrücken will, ist: Wenn die nächste U-Bahn oder der Bus, mit der/dem Ihr mitfahrt, voll ist und Ihr zwei gesunde Beine habt, dann bietet jemand anderem Euren Sitzplatz an. Wenn eine Mutter mit Kindern unterwegs ist oder eine alte Frau in beiden Händen ihre Einkaufstaschen schleppt, nehmt Euch kurz die Zeit und haltet ihnen die nächste Tür auf. Hört Ihr jemanden über die "Scheiß Asylanten!" oder "Scheiß Ausländer!" lästern, geht hin, baut Euch vor ihm auf und fragt, was das soll. Oder ruft einmal rüber: "Geht's noch?!", wie ein gewisser Herr Schmitz in einem Interview vorschlug. (Das würde ich auch situationsabhängig machen. Man möchte ja selbst nicht in Schwierigkeiten geraten...) Solang es aber im Bereich Eurer persönlichen Möglichkeiten ist, steht auf (wenigstens verbal) und geht gegen diese Vollidioten an, die uns das, was wir in diesem Land eigentlich genießen, zunichte machen: Ein friedliches Miteinander!   Lasst Euch aber ebenso wenig selbst provozieren und zu Aggressionen verleiten. Damit wären wir nicht besser als die, die sich in der letzten Zeit zu Unrecht immer stärker fühlen. Bewahrt Euch einen kühlen Kopf und tretet auch lieber wieder einen Schritt zurück bevor Ihr Euch selbst gefährdet. Es ist wichtig zu zeigen, dass hier niemand auf Ärger aus ist!   Wir alle sind für die Dinge, die um uns Geschehen, verantwortlich. Schaut nicht weg, wenn jemand Unrecht tut! Geht hin und helft denen, die es brauchen! Denke immer daran, dass auch Du mal in so einer Lage stecken könntest.   Dieser Text darf gerne kopiert, geteilt und weiter verbreitet werden!   Danke, Eure Eris <3 Link zum Posting auf Facebook hier.